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Kinder- und Jugendtheaters TOHUWABOHU Meiningen!

35 Jahre TOHUWABOHU!

 

Das Meininger Kinder- und Jugendtheater feiert im Jahr 2016 Geburtstag. Seit nunmehr 35 Jahren verbindet man mit TOHUWABOHU anspruchsvolles Theater von jungen Menschen für junge Menschen. Über die Jahre gab es unzählige Inszenierungen - ob Märchen oder Komödie, Theaterrevue oder Comedy-Show, Tragödie oder Bewegungsperformance.

Alles begann 1981 mit einem Schauspielzirkel am Kulturhaus Arthur Becker. 1988 übernahm Elke Büchner die Leitung der Schauspielgruppe, die dann 1993 offiziell in Kinder- und Jugendtheater TOHUWABOHU umbenannt wurde und seitdem unter diesem Namen bekannt ist – inzwischen längst über die Grenzen Thüringens und sogar Deutschlands hinaus.

 

Anlässlich des 35. TOHUWABOHU-Geburtstages war am 21. Mai 2016 die Premiere unserer Jubiläumsinszenierung der beiden Jugendensembles zu erleben: „Peter Struwwel und Dr. Schock“. Das Stück zeigte eine eigene, auf die heutige Zeit übertragende Sicht auf die Struwwelpeter-Geschichten von Heinrich Hoffmann. Erstmals in der Geschichte von TOHUWABOHU wurde die Inszenierung von einer Live-Band begleitet, die „Mangelnde Hemmungskontrolle“ hieß und extra für das Projekt ins Leben gerufen wurde. 

 

Jubiläumsinszenierung  2016 "Peter Struwwel & Dr. Schock" / Szene "Daumenlutscher" (Foto: Dietmar Hiergeist)


"Peter Struwwel & Dr. Schock"

Neue Jugendtheater-Inszenierung feierte am 21. Mai 2016

vor begeistertem Publikum ihre erfolgreiche Premiere

 

Fotos: Janine Hoffmann


"Peter Struwwel & Dr. Schock"

Ein Premieren-Erfahrungsbericht

 

von Julia Pöhlmann

 

"Gleich geht das Licht aus in der Aula der Volks-hochschule und Dr. Schock wird uns begrüßen. Noch vor einer Stunde habe ich Kostüme für die TOHUs gebügelt. Ich kam, um zu helfen, aber viel Hilfe brauchten die Jugendlichen gar nicht, denn alles war bereit für den Moment, auf den alle seit Wochen und Monaten hingearbeitet haben.

Ich freue mich, dass ich noch einen Platz be-kommen habe. Eigentlich wollte ich im Hinter-grund sein, bei Elke und Janine, der Ausstatterin. Janine wirkt entspannt, Elke eher nicht. Ob es wohl jemals eine Premiere gegeben hat, bei ©2016 Jacky Gleich                                                                                               der Elke entspannt war?! Es ist voll in der                                                                                                                        kleinen Aula und schon jetzt etwas stickig, aber das werde ich erst hinterher so richtig merken, wenn nach der Vorstellung die Fenster aufgerissen werden. Vorher kriege ich sowas nicht mit. Nicht, wenn es spannend ist. Und es ist spannend.

Die Protagonistin Dr. Schock dreht auf, spielt mit uns, präsentiert uns schließlich ein Vorzeige-                 Elternpaar und später deren "verkommenen" Nachwuchs. Sie hat mächtig Spaß, tut mir aber tatsächlich etwas leid, denn ich weiß, dass das Kostüm alles andere als atmungsaktiv ist. Aber wahrscheinlich ist ihr das bei all dem Adrenalin grad egal.

Die Stimmung ist großartig, schräg, schrill, frech. Die Band im Hintergrund sorgt für gute Laune. Die Jugendlichen haben Spaß auf der Bühne und man sieht einfach, dass sie Lust haben, alles zu geben. Die Zeit vergeht so schnell, dass nur die Totenurkunden an den Wänden der Gummizelle, die das Bühnenbild bestimmt, daran erinnern, wie viel schon passiert ist. Als Dr. Schock ankündigt, dass sie zum Ende kommen möchte, bin ich ehrlich überrascht, obwohl ich das Stück kenne. Dann kommt der Applaus. Er dauert lange an, und das ist auch völlig richtig so. Das Ensemble gibt das Struwwelpeter-Lied als Zugabe, und ich möchte mitsingen, trau mich aber nicht. Darf man das im Publikum? Ich habe gute Laune beim Rausgehen, weil Spielfreude einfach ansteckend ist. Ich mag Struwwels "Mama"-Rufe und die große Ritalin-Flasche, die grünen Gummihandschuhe, das Kleid von Suppen-Karsta, und die bösen Buben mag ich auch. Und die verstörten Eltern. Oh ja, sehr. Ich gratuliere allen, verquatsche mich und nehme irgendwann den letzten Zug nach Hause, das Lied vom Struwwelpeter noch im Ohr."

 

Leider ist diese Produktion inzwischen schon abgespielt, da die beteiligten jugendlichen Darsteller*innen ab Herbst 2016 Meiningen und damit TOHUWABOHU verlassen werden.

 

Infos und Kontakt:

vhs/Christophine Kunstschule Meiningen

Klostergasse 1, 98617 Meiningen

Telefon: 03693 – 501817 oder 01522 – 2847573

tohuwabohu.mgn@gmail.com